Maren Fiebig wurde in Hamburg geboren. Sie absolvierte
ein Lehramtsstudium, in dem sie u.a. einen Schwerpunkt im Bereich der bildenden Kunst bzw. ästhetischen Erziehung legte. Daneben arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und organisiert Kunst-
und Kulturprojekte gegen Armut und Obdachlosigkeit und im Rahmen von Kulturarbeit vor allem auf der Basis soziokultureller Grundsätze und Ideen.
Für Fiebig geht die Bedeutung der Kunst weit über das bloße ästhetische Moment hinaus. Kunst macht nicht halt vor der Wirklichkeit, sondern der Künstler muss sich vielmehr mit ihr kritisch
auseinandersetzen. Gerade der Künstler besitzt die Möglichkeit, hinter die Fassade des schönen Scheins zu blicken. Mit ihren Werken hinterfragt Maren Fiebig unsere moderne Gesellschaft mit ihren
vordergründig so human und auf soziale Sicherheiten ausgerichteten Grundpfeilern. Sie deckt Verborgenes und Verleugnetes auf und zeigt dem Betrachter jene problematischen Seiten unserer
Gesellschaft, von denen eigentlich jeder weiß, die aber kei-ner so richtig wahrhaben will. Maren Fiebig wiederholt mit ihren doch sehr ästhetisch wirken-den Bildern die Blickweise der
Gesellschaft: Sie schönt den Blick des Betrachters durch Ihren Malstil und stellt doch die eigentlich unschönen Seiten der Gesellschaft dar. Mit dieser Wiederholunggestik potenziert sich Ihre
Kritik.Es entsteht ein Dialog von Wahrnehmung, kreativem Gestalten und Reflexion zwischen der eigenen Sichtweise und der Öffentlichkeit. Unter Verwendung unterschiedlicher Techniken wie Öl, Acryl
oder auch Mischtechniken werden in realistischer Darstellungsweise Alltagssituationen im Sinne des Pars pro toto künstlerisch dokumentiert: die dargestellte Einzelsituation gilt übergreifend und
bezieht sich auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Rückblick 2011- die Hamburger Künstlerin Maren Fiebig in Shanghai und Berlin
Man darf stolz sein auf die Vitalität der Künstlerin Maren Fiebig, die die Hamburger ja schon gut durch ihre
Kunst-Projekte mit Obdachlosen und Kindern kennen: Unermüdlich hält sie an ihrer sozialkritischen Ausrichtung ihres Werkes fest.
Galerie Artodrome Berlin hat sie auf der letzten Shanghai Art Fair erfolgreich präsentiert und ein großes Echo für ihre unverkennbaren Arbeiten mit Acrylmischtechnik auf Hartfaserplatte erzielt. Sicherlich ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die gleich darauf folgende Ausstellung „Power. Medien. Macht .Masse“ bei LDXArtodrome Gallery Berlin. Damit das Thema „Atomenergie“ nicht an „Power“ verliert, so wie das doch in unserer schnelllebigen Zeit so häufig passiert, hatte sie sich entschlossen, u.a. ihr mahnendes Gemälde „Denklabor“ beizusteuern. Wird sie doch auch tagtäglich vor ihrer Haustür mit dem Thema Atommeiler konfrontiert! Unheimlich finden auch die Kinder dieses Thema, mit denen sie arbeitet: Eine nicht fassbare Bedrohung, die man nicht sieht, nicht schmeckt, nicht fühlt - da bleibt es die Aufgabe der Künstlerin, mit Themen dieser Art die Diskussion und Wachsamkeit der Menschen - schon der Kleinsten - anzuregen.
LDXArtodrome Gallery




































