Maren Fiebig, Künstlerin aus Hamburg - langjährige Ausstellungstätigkeit - Organisation von Kunst- und Kulturprojekten gegen Armut - Kulturarbeit auf der Basis soziokultureller Grundsätze und Ideen Tätig als Kunstdozentin und Lehraufträge an Hamburger Schulen, Entwicklung von Kunstprojekten an Schulen, in freizeitpädagogischen Zusammenhängen und an sozialen Brennpunkten
http://www.neuerruf.de/pages/Archiv/2012/media_Archiv_2012/NRW_KW_25-12.pdf
Samstag, 23. Juni 2012│Der Neue RUF WILHELMSBURG
Inselatelier gut besucht
Eine bunte farbenfrohe Eröffnung
■ (ten) Wilhelmsburg. Das Inselatelier hatte am 16. Juni seine Türen geöffnet. Viele Menschen konnten ausprobieren, sich in Farbe auszudrücken und mit Farbe zu sagen, was zu sagen ist.
Es kamen über hundert Gäste, die sich als Künstler betätigen oder sich als Kunstkritiker in der Galerie versuchen konnten. Die Künstler, die dort ausstellten, wurden bewundert
und zu ihren Arbeiten befragt.
Es gab Hindernisse, für die Lösungen gefunden werden mussten, wie zum Beispiel die
Kommunikation mit dem gehörlosen Künstler Temurscha Faroq, der zu seinen Bildern befragt wurde. So war es eine Herausforderung in einer anderen Sprache als mit Worten sich miteinander zu verständigen.
Auch mussten die Kinder, mit Farbe und Paletten bepackt, einen Weg durch die engen Gänge an Rollstuhlfahrern vorbei finden, um zu ihrer „Elbinstallation“ zu kommen. Das ging
nur, indem miteinander geredet wurde und miteinander Lösungen gefunden wurden. So gab es eine rege Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Gästen aus unterschiedlichem sozialen Umfeld, die normalerweise nicht viel Kontakt miteinander haben.
Insgesamt sprengte die Zahl der Gäste die Kapazität der Räume und es war eine große Herausforderung, die wenigen Stühle für die zahlreichen Gäste immer wieder neu zu verteilen.
Auf der Vernissage im Laurens-Janssen Haus gab es dann Raum und Zeit für ruhigere Gespräche. Hier konnten die an der Kunstaktion beteiligten und mittlerweile erschöpften Künstler mit ihren Gäste
n bei einem Glas Sekt entspannen und den Abend ausklingen
lassen. Besonders erfreulich für das Inselatelier war auch das Interesse der Lokalpolitik an dem Projekt. So besuchten die SPD-Politiker Metin Hakverdi, Klaus Lübke und Kesbana Klein die Veranstaltung, um vor Ort mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und deren Werke ausgiebig und mit Interesse zu betrachten.
Die Kurse des Inselateliers finden kostenfrei und für jeden Künstler in spe im Dahlgrünring
3, jeweils dienstags von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr und sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr statt. Die Galerie ist zu diesen Zeiten für Besucher geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können
nach Absprache mit der Projektleiterin Maren Fiebig Besuchstermine vereinbart werden.